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Reiki I - Integration & Vertiefung
Tag 51 deiner Reise

Deine Energie vor der Reiki-Session prüfen

Ehrlich wahrnehmen, wie du in eine Sitzung kommst

Tageskarte: Deine Energie vor der Reiki-Session prüfen
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Peter Baumann spricht diesen Tag vollständig für dich ein — ruhig, in deinem Tempo, zum Mitgehen statt zum Mitlesen. Die Aufnahme öffnet sich, sobald du kostenlos angemeldet bist.

Ziel des Tages

Prüfe vor der Reiki-Session ehrlich deinen Zustand und beginne erst, wenn Atem, Hände und innere Haltung gesammelt sind.

Dein Tageskompass
Heute lernst du
  • deinen Zustand vor einer Session nüchtern einzuschätzen
  • Hände, Herzraum, Hara, Füße und Atem als Orientierungspunkte zu nutzen
  • nicht aus Pflichtgefühl zu beginnen, sondern aus klarer Sammlung
✦   Impuls

Bevor du bei jemandem die Hände auflegst, gehört eine Frage an dich selbst: Wie komme ich eigentlich gerade hier an? Gehetzt, gereizt, in Gedanken woanders? Wer einen Raum hält, sollte wissen, in welchem Zustand er ihn betritt. Nimm dir heute vor jeder Reiki-Session eine Minute, in der du nur das prüfst. Atem, Schultern, Kiefer, Tempo.

Und wenn du merkst, dass du noch nicht gesammelt bist, beginn erst danach. Wie ein Behandler, der vor der Tür die eigenen Schuhe abstreift. Das ist keine Zeremonie, sondern Hygiene. Was du mitbringst, ist im Raum, ob du willst oder nicht. Eine Minute Sammlung vorher ist wirksamer als zehn Minuten Nachbessern mittendrin. Und mach die Minute unabhängig davon, wie du dich fühlst. Gerade an guten Tagen fällt sie weg, weil man sie nicht zu brauchen glaubt — und dann fehlt sie an dem Tag, an dem es darauf ankommt. Eine Gewohnheit, die nur bei Bedarf greift, ist keine. Setz dich hin, auch wenn alles ruhig ist.

✦   Vertiefung

Stell dir die heutige Übung vor wie einen Behandler, der vor der Tür die eigenen Schuhe abstreift. Das Bild beweist nichts, es ordnet nur die Reihenfolge. Was du mitbringst, verschwindet nicht dadurch, dass die Sitzung beginnt, es sitzt dann bloß unbemerkt mit in den Händen. Frag dich heute vor dem ersten Auflegen kurz, wie du überhaupt hier angekommen bist.

Der Aufbau bleibt einfach. Ein Platz, an dem du einige Minuten nichts erledigen musst, und ein Sitz, gegen den der Körper nicht arbeitet. Setz ein Gassho davor, weniger als Ritual, mehr als Bestandsaufnahme. Wenn die Handflächen sich berühren, ist geklärt, wer hier sitzt, und die Sitzung kann anfangen. Nichts davon musst du in Ordnung bringen, es genügt, es zu sehen. Genau darum geht es heute: wie ein Behandler, der vor der Tür die eigenen Schuhe abstreift.

✦   Praxis

Setze dich vor jeder Reiki-Session eine Minute hin. Frage nicht, ob du perfekt bist, sondern ob du klar genug bist, um nichts Eigenes aufzudrängen. Geh in dieser Minute vier Punkte durch: Atem, Schultern, Kiefer, Tempo. Wo bist du noch schnell? Wo hältst du fest? Es geht nicht darum, das alles zu beheben — nur darum, es zu wissen, bevor du beginnst.

Wenn du merkst, dass du aufgewühlt bist, ist das kein Grund abzusagen. Es ist ein Grund, langsamer anzufangen und im Zweifel weniger zu tun. Wer weiß, dass er heute gereizt ist, drängt weniger auf. Und wenn du bei jemand anderem arbeitest: Was du mitbringst, ist im Raum, ob du willst oder nicht. Diese eine Minute vorher wirkt mehr als jedes Nachbessern mittendrin — und sie kostet weniger als alles andere, was du stattdessen tun könntest.

✦   Beispiel

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Behandler merkte vor einer Sitzung, dass er innerlich gereizt war. Er begleitete zuerst sich selbst und begann erst später. Die Sitzung wurde dadurch sauberer.

Bemerkenswert ist, was er nicht getan hat: Er hat die Sitzung nicht abgesagt und sich auch nicht zusammengerissen. Er hat die Reihenfolge geändert. Das ist fast immer der praktikabelste Weg — nicht der eigene Zustand muss anders sein, sondern der Zeitpunkt. Wenn du heute gereizt bist, verschieb den Beginn um zehn Minuten und begleite zuerst dich. Der Unterschied im Ergebnis ist größer als die Verzögerung.

✦   Integration

Prüf am Ende noch einmal dasselbe wie am Anfang: Atem, Schultern, Kiefer, Tempo. Der Vergleich ist die eigentliche Auskunft dieses Tages, nicht der Zustand allein. Wie ein Behandler, der vor der Tür die eigenen Schuhe abstreift: Man merkt erst hinterher, wie viel man mitgebracht hatte.

Notiere beide Zustände, vorher und nachher, in je drei Wörtern. Mehr braucht es nicht. Nach zwei Wochen siehst du, ob deine Sitzungen dich sammeln oder ob du ohnehin schon gesammelt hineingehst — und das ist eine der wichtigsten Fragen für jemanden, der später andere begleiten will.

✦   Nachklang

Am Ende lohnt derselbe Blick wie am Anfang. Nimm eine Frage mit: Was bringst du heute mit in die Sitzung, das vorher gesehen werden will? Antworte nicht sofort. Was man vorher übersieht, meldet sich meist mitten in der Praxis, als Unruhe ohne erkennbaren Grund. Wer müde kommt, behandelt anders als jemand, der gerade gestritten hat.

Sich selbst kurz anzusehen, kostet eine Minute und ändert die ganze Sitzung. Es ist keine Selbstbeschäftigung, sondern Sorgfalt. Nimm deshalb mit, was heute vor der Tür geblieben ist: wie ein Behandler, der vor der Tür die eigenen Schuhe abstreift. Nicht aus Strenge. Aus Achtung vor dem Raum, den du gleich betrittst. Nichts davon muss weg, es muss nur gesehen sein, bevor die Hände liegen. Dann sitzt es nicht mehr unbemerkt mit.

Eine gute Reiki-Session beginnt vor der ersten Handposition. Sie beginnt mit Ehrlichkeit über das, was du mitbringst.
Innerer Grundton des Tages
  Übung
✧   Vor der Session einchecken  ·  10 Min.
  1. Setze dich hin, bevor du Reiki gibst oder Selbst-Reiki beginnst.
  2. Prüfe nacheinander: Atem, Hände, Herzraum, Hara, Füße.
  3. Frage ehrlich: Bin ich ruhig genug, oder brauche ich zuerst Sammlung?
  4. Lege beide Hände auf das Hara und atme einige Male aus.
  5. Beginne die Session erst, wenn du innerlich etwas klarer bist.
Was hast du in der Übung „Vor der Session einchecken“ wahrgenommen, gespürt oder verstanden?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

  Meditation
✧   Meditation der klaren Vorbereitung  ·  12 Min.
  1. Stelle dir vor, du betrittst innerlich einen ruhigen Praxisraum.
  2. Vor der Tür legst du Eile, Erwartungen und fremde Themen ab.
  3. Im Raum setzt du dich in Gassho und spürst: Was bringe ich heute mit?
  4. Lass die Antwort schlicht sein, ohne dich zu verurteilen.
  5. Schließe mit dem Satz: Ich beginne gesammelt und ehrlich.
Was hast du in der Meditation „Meditation der klaren Vorbereitung“ wahrgenommen, gespürt oder verstanden?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

Dein Abschluss

Tagesjournal

Was nehme ich aus der Vorbereitung vor der Reiki-Session konkret in meine nächste Praxis mit?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

Angemeldet wird aus einzelnen Tagen ein Weg: dein Fortschritt wird gespeichert, dein Tagebuch bleibt erhalten, und die Einweihungstage öffnen sich zur richtigen Zeit.

Dein Praxisabschluss
Heute hast du geübt
  • deinen Zustand vor einer Session nüchtern einzuschätzen
  • Hände, Herzraum, Hara, Füße und Atem als Orientierungspunkte zu nutzen
  • nicht aus Pflichtgefühl zu beginnen, sondern aus klarer Sammlung