Phase 4 · Reiki I – Vertiefung & Andere
Tag 139 deiner Reise

Feedback geben
und empfangen

Kommunikation nach der Reiki-Session

Tageskarte: Feedback geben und empfangen
Tag 139 – Feedback geben und empfangen
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Peter Baumann spricht diesen Tag vollständig für dich ein — ruhig, in deinem Tempo, zum Mitgehen statt zum Mitlesen. Die Aufnahme öffnet sich, sobald du kostenlos angemeldet bist.

Ziel des Tages Führe heute beide Übungen durch – die Praxis-Übung UND die Meditation. Spüre den Unterschied.
Dein Tageskompass
Heute lernst du
  • nach einer Sitzung zu sprechen, ohne zu deuten
  • welche Fragen offen sind und welche schon lenken
  • was du besser nicht sagst, auch wenn du es denkst
✦   Kommunikation nach der Reiki-Session

Nach einer Reiki-Session entsteht oft der Wunsch, über das Erlebte zu sprechen. Das ist verständlich. Manche möchten wissen, was Du wahrgenommen hast. Andere wollen von ihren Empfindungen erzählen. Genau hier beginnt ein wichtiger Teil der Sessionspraxis: die Kommunikation danach. Feedback ist nicht bloß ein höflicher Austausch. Es entscheidet mit darüber, ob die Sitzung gut integriert wird oder ob unnötige Verwirrung entsteht.

Gutes Feedback ist klar, zurückhaltend und respektvoll. Es erhebt sich nicht über die Erfahrung des anderen Menschen, sondern hilft, sie besser einzuordnen. Ebenso wichtig ist, dass Du selbst lernst, Feedback zu empfangen - auch dann, wenn es nicht zu Deiner eigenen Wahrnehmung passt.

✦   Was Du nach einer Reiki-Session sagen kannst

Am hilfreichsten sind meist offene, einfache Fragen:

"Wie hast Du die Session erlebt?" "Gab es einen Bereich, der besonders spürbar war?" "Wie fühlt sich Dein Körper jetzt an?"

Solche Fragen lassen dem anderen Raum. Sie lenken nicht schon mit einer fertigen Deutung in eine Richtung. Gerade das ist wertvoll, weil Menschen Reiki sehr unterschiedlich erleben.

✦   Was Du lieber vermeiden solltest

Es ist verführerisch, nach einer Sitzung viel zu erklären. Doch Sätze wie:

"Da war ganz klar ein altes Trauma." "Dein Herz war total blockiert." "Ich habe genau gespürt, dass Du ..."

sind problematisch. Sie können den anderen überfahren oder zu etwas drängen, was vielleicht gar nicht seiner eigenen Erfahrung entspricht. Reiki macht Wahrnehmung feiner, aber es verleiht keine automatische Deutungshoheit.

Ein reifer Umgang wäre eher:

✦   "Am Solarplexus war meine Wahrnehmung besonders stark. Wie war das für Dich?"

So teilst Du etwas mit, ohne es zur Wahrheit über den anderen zu machen.

✦   Feedback empfangen als Übung

Mindestens genauso wichtig ist, wie Du die Rückmeldung des anderen aufnimmst. Vielleicht hattest Du das Gefühl, eine Session sei sehr ruhig gewesen, und die andere Person sagt, sie war innerlich die ganze Zeit unruhig. Das ist kein Widerspruch, sondern Teil der Realität. Beide Wahrnehmungen können stimmen.

Wenn Du lernst, Rückmeldungen offen zu hören, wird Deine Sessionspraxis präziser. Wenn Du Dich dagegen sofort verteidigst oder alles besser wissen willst, bleibst Du in Deiner eigenen Vorstellung gefangen.

✦   Ein Beispiel aus der Praxis

Du spürst am Herzraum viel Wärme und erwartest, dass die andere Person dort etwas Deutliches bemerkt haben muss. Nach der Sitzung sagt sie aber, dass für sie vor allem die Füße wichtig waren. Wenn Du offen bleibst, lernst Du etwas über ihre Erfahrung. Wenn Du nur Deine eigene Wahrnehmung durchsetzen willst, verliert das Gespräch seine Qualität.

✦   Der richtige Umfang

Nach einer Session braucht es meist kein langes Nachgespräch. Oft reichen einige ruhige Minuten. Besonders wenn die Sitzung tief oder emotional war, ist zu viel Sprechen eher störend. Das Feedback sollte die Erfahrung klären, nicht überreden.

Es ist auch nicht Deine Aufgabe, jede Session nachträglich groß zu machen. Manchmal war sie einfach ruhig, angenehm oder unspektakulär. Auch das ist ein gutes Ergebnis.

✦   Halschakra und ehrliche Kommunikation

Dieses Thema berührt direkt das Halschakra. Feedback braucht Wahrheit, aber auch Takt. Es hilft niemandem, Dinge zu beschönigen. Es hilft aber ebenso wenig, Beobachtungen hart oder überladen auszudrücken. Ehrliche, klare und einfache Sprache ist hier die reifste Form.

Wenn Du mit Symbolen arbeitest, kann Sei Heki in innerer Vorbereitung helfen, wenn Gespräche nach einer Reiki-Session emotional aufgeladen sind. Es unterstützt oft dabei, ruhig und klar zu bleiben.

✦   Praktische Beispiele

Nach einer ersten Session: wenige offene Fragen stellen, statt sofort viel zu erklären

Wenn jemand wenig sagt: das respektieren und nicht auf ein großes Feedback drängen

Wenn Deine Wahrnehmung und die des anderen auseinandergehen: neugierig bleiben statt korrigierend

Wenn ein Gespräch sehr emotional wird: wieder zum Körper und zum aktuellen Erleben zurückführen

Feedback geben und empfangen ist ein Teil reifer Reiki-Praxis. Es zeigt, ob Du nicht nur begleiten, sondern auch in guter Weise in Beziehung bleiben kannst.

Heute geht es um Feedback geben und empfangen: nicht als bloßen Gedanken, sondern als Haltung, die in deiner Praxis spürbar werden darf.
Innerer Grundton des Tages
  Übung
✧   Feedback geben und empfangen – Vertiefungsübung  ·  10 Min.
  1. Lass die Hände in Gassho zusammenkommen. Atme fünfmal tief ein und aus, und gib Dir Zeit dafür.
  2. Lass das Tagesthema da sein, ohne es zu bearbeiten: Feedback geben und empfangen. Reiki darf zeigen, was jetzt zählt.
  3. Löse die Hände und lege sie auf die Mitte der Brust.
  4. Warte geduldig. Reiki antwortet nicht auf Bestellung.
  5. Wandere mit den Händen zum Solarplexus und lass Reiki weiterfließen.
  6. Wechsle zur Stirn. Vielleicht wird jetzt etwas verständlicher.
  7. Kehre mit den Händen zum Herzen zurück und lass alles ankommen.
Was hast du in der Übung „Feedback geben und empfangen – Vertiefungsübung“ wahrgenommen, gespürt oder verstanden?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

  Meditation
✧   Meditation zu Kommunikation  ·  10 Min.
  1. Setze Dich bequem und aufrecht hin. Du darfst Deine Augen jetzt schließen. Atme in einen ruhigen Rhythmus.
  2. Visualisiere dich in einem Raum aus goldenem Licht. Du bist sicher und gehalten.
  3. Das Thema "Feedback geben und empfangen" erscheint als Symbol vor dir. Betrachte es neutral.
  4. Frage das Symbol: "Was willst du mir zeigen?" Warte geduldig auf eine Antwort.
  5. Lass die Antwort kommen – als Bild, Gefühl, Wort oder Körperempfindung.
  6. Sende Reiki an das Symbol. Beobachte, wie es sich verändert.
  7. Wenn die Meditation sich natürlich abrundet: Verneige dich innerlich.
  8. Öffne langsam die Augen. Schreibe deine Erfahrung auf.
Was hast du in der Meditation „Meditation zu Kommunikation“ wahrgenommen, gespürt oder verstanden?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

  Meditation
✧   Tiefe Stille – Erweiterung  ·  15 Min.
  1. Setze dich bequem hin und schließe die Augen. Atme 5x tief durch.
  2. Lass deinen Atem natürlich fließen. Beobachte nur – ohne einzugreifen.
  3. Richte deine Aufmerksamkeit auf den Raum zwischen den Gedanken – die Stille.
  4. Wenn ein Gedanke kommt, sage innerlich "Denken" und kehre zur Stille zurück.
  5. Dehne die Stille aus. Mit jedem Atemzug wird sie tiefer und weiter.
  6. Spüre dich als Teil eines größeren Ganzen – verbunden mit allem Leben.
  7. Lass die Meditation natürlich ausklingen. Öffne die Augen, wenn du bereit bist.
Was hast du in der Meditation „Tiefe Stille – Erweiterung“ wahrgenommen, gespürt oder verstanden?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

Dein Abschluss

Tagesjournal

Was nehme ich aus „Feedback geben und empfangen“ konkret in meine nächste Reiki-Praxis mit?

Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.

Angemeldet wird aus einzelnen Tagen ein Weg: dein Fortschritt wird gespeichert, dein Tagebuch bleibt erhalten, und die Einweihungstage öffnen sich zur richtigen Zeit.

Dein Praxisabschluss
Heute hast du geübt
  • die Übung „Feedback geben und empfangen – Vertiefungsübung · 10 Min.“ bewusst und ohne Leistungsdruck durchzuführen
  • Herzchakra, Solarplexus, Stirn, Hände bewusst einzubeziehen und die Reaktion deines Körpers wahrzunehmen
  • die Meditation „Meditation zu Kommunikation · 10 Min.“ ruhig nachklingen zu lassen