Den Atem der Nacht in deine Praxis einladen.
Der Mond begleitet die Menschheit, seit es uns gibt. Fast jede spirituelle Tradition kennt seine Phasen als Rhythmusgeber: zunehmen, voll werden, abnehmen, verschwinden, wiederkommen.
Sachlich betrachtet beeinflusst der Mond Gezeiten, Schlafmuster und vermutlich auch hormonelle Zyklen – die Forschung ist hier noch im Werden. Energetisch betrachtet ist er ein verlässlicher Lehrer: Er zeigt jeden Monat, dass Wachstum, Fülle und Loslassen einander brauchen.
Reiki und Mond passen gut zusammen, weil beide nicht eilen. Beide arbeiten leise. Du musst nicht an Astrologie glauben, um den Mond als Erinnerung zu nutzen.
Die dunkle Phase. Eine Einladung, in die Stille zu gehen, bevor das Neue ausgesprochen wird.
Praxis: 20 Min Selbst-Reiki im Dämmerlicht. Danach Intention für den kommenden Monat aufschreiben – eine einzige, klare Zeile.
Die Tage der wachsenden Sichel. Energie sammelt sich, Vorhaben können ins Tun übergehen.
Praxis: Ki-Aufbau-Übungen. Wenn eingeweiht: Cho Ku Rei über dem Solarplexus visualisieren, 3× täglich.
Der Höhepunkt. Klassisch ein Moment, in dem Energien sehr deutlich spürbar sind – auch die alten.
Praxis: 40 Min lange Selbst-Reiki. Spüren, was gehen will. Danach kaltes Wasser über die Unterarme.
Die abnehmende Sichel. Eine sanfte Welle nach innen. Ideale Zeit, um sich von Ballast zu befreien.
Praxis: Schattenarbeit. Wenn eingeweiht: Sei He Ki über dem Herzen visualisieren. Aufschreiben, was gehen darf.
An regnerischen Nächten wirkt das Ritual genauso. Der Mond ist da, auch wenn du ihn nicht siehst.
Notiere für drei Monate die aktuelle Mondphase in deinem Tagebuch – zusammen mit deiner Stimmung, deinem Schlaf, deiner Praxis. Du wirst Muster entdecken, die dir vorher unsichtbar waren.
Vier Schaltpunkte teilen das Jahr in seine grossen Atemzüge: Wintersonnwende (21. Dez), Frühlings-Äquinoktium (20. März), Sommersonnwende (21. Juni), Herbst-Äquinoktium (22. Sep). An diesen Tagen lohnt sich eine längere Reiki-Sitzung – sie fühlen sich oft besonders durchlässig an.