Die schlichte, oft wiederholte japanische Form der Reiki-Einstimmung.
Reiju bedeutet „Geistige Übertragung“ oder „Geben des Geistes“. In der traditionellen japanischen Reiki-Praxis ist Reiju keine einmalige Einweihung, sondern eine immer wiederkehrende Geste, mit der der Lehrer den Schüler regelmäßig erneut in die Reiki-Energie einstimmt. Es ist deutlich schlichter als das westliche „Attunement“ – oft nur eine sanfte Berührung am Scheitel, ein Atemzug, eine kurze innere Ausrichtung.
Reiju war die ursprüngliche Form, in der Mikao Usui seine Schüler in die Energie führte. In der Usui Reiki Ryoho Gakkai wird Reiju bis heute in jeder Zusammenkunft gegeben. Hawayo Takata wandelte den Akt in die feierlichere, einmalige Form um, die wir heute als „Attunement“ kennen. Beide Wege gelten als gültig.
Wer in einer japanisch geprägten Linie übt, empfängt Reiju oft monatlich. Es vertieft die Verbindung, ohne sie zu verkomplizieren. Auch ohne formellen Reiju kann man eine kleine tägliche Form üben: in Gassho ruhen, sich der Energie öffnen, dreimal tief atmen, beginnen.