Peter Baumann spricht diesen Tag vollständig für dich ein — ruhig, in deinem Tempo, zum Mitgehen statt zum Mitlesen. Die Aufnahme öffnet sich, sobald du kostenlos angemeldet bist.
Nutze heute die Minuten nach der Reiki-Session bewusst: Hände lösen, sitzen bleiben, Körper nachklingen lassen, erst dann schreiben.
Die meisten stehen zu früh auf. Hände weg, Augen auf, weiter im Tag — und der wichtigste Teil fällt aus. Der Nachklang einer Reiki-Session ist Teil der Reiki-Session. Viele übergehen gerade den Moment, in dem das System sortiert. Nimm dir heute nach dem Auflegen bewusst noch zwei, drei Minuten, in denen du nichts tust.
Löse die Hände langsam, bleib sitzen oder liegen und lass es nachwirken. Wie der letzte Ton einer Klangschale, der noch im Raum steht. Erst danach greifst du zum Stift oder zum Telefon. Wenn du ins Tagebuch schreibst, schreib nach dieser Pause, nicht währenddessen. Was du in diesen stillen Minuten bemerkst, ist oft klarer als alles, was du während der Übung gedacht hast. Und wenn du es eilig hast, kürze lieber die Übung als den Nachklang. Fünf Minuten Praxis mit drei Minuten Nachruhe wirken zuverlässiger als zehn Minuten, an die du sofort den nächsten Termin hängst. Das klingt unwahrscheinlich und lässt sich in einer Woche leicht selbst überprüfen.
Stell dir die heutige Übung vor wie den letzten Ton einer Klangschale, der noch im Raum steht. Das Bild beweist nichts, es macht nur aufmerksam. Nachspüren ist keine Zugabe zur Sitzung, es ist der Teil, in dem sich zeigt, was die Hände angestoßen haben. Bleib deshalb nach dem Auflegen sitzen und achte darauf, was von selbst weitergeht. Wer sofort aufsteht, verpasst genau diesen Teil.
Der Aufbau bleibt einfach. Ein Platz, an dem einige Minuten lang nichts von dir verlangt wird, und ein Sitz, der ohne Anstrengung hält. Beginne mit einem Gassho, das nicht länger dauern muss als ein ruhiger Atemzug. Berühren sich die Handflächen, finden gebende und empfangende Seite zueinander, und der Rest kommt ohne Ansage. Was danach bleibt, meint dieser Tag: wie der letzte Ton einer Klangschale, der noch im Raum steht.
Beende die Sitzung heute nicht mit Aufstehen. Bleibe drei Minuten mit offenen Händen sitzen und nimm wahr, was ohne dein Zutun weiterläuft. Leg die Hände dabei ab, die Handflächen nach oben, und tu nichts mehr. Keine Musik, kein Griff zum Telefon, kein Aufschreiben. Diese drei Minuten sind kein Anhängsel an die Übung, sondern ihr letzter Teil.
Beobachte, was von selbst weitergeht: der Atem, ein Nachklingen in den Händen, vielleicht ein Gedanke, der jetzt erst auftaucht. Vieles ordnet sich genau in dieser Zeit, und wer sofort aufsteht, verpasst es regelmäßig. Wenn du danach ins Tagebuch schreibst, dann erst jetzt. Du wirst merken, dass die Sätze anders ausfallen als die, die dir während der Übung durch den Kopf gingen.
Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Schülerin stand nach jeder Reiki-Session sofort auf. Erst drei Minuten Nachruhe zeigten ihr, dass die eigentliche Entspannung oft nach dem Handlösen begann.
Drei Minuten sind eine kurze Zeit und ein großer Unterschied. Was sie entdeckt hat, entdeckt fast jeder, der es einmal ausprobiert: Der Körper arbeitet weiter, nachdem die Hände weg sind. Man muss dafür nichts tun, nur dableiben. Wenn du heute in Eile bist, kürze die Übung und behalte die Nachruhe. Und beobachte, ob dir in diesen Minuten etwas einfällt, das während des Auflegens nicht auftauchte — das ist keine Zufälligkeit, sondern das Muster.
Heute ist der Nachklang nicht Zugabe, sondern das eigentliche Thema. Nimm dir dafür mehr Zeit als für die Übung selbst, wenn du magst — drei, fünf Minuten, in denen du nichts tust und nichts erwartest. Wie der letzte Ton einer Klangschale, der noch im Raum steht: Er ist leiser als der Anschlag und gehört genauso dazu.
Schreib erst danach, nie währenddessen. Und achte darauf, ob sich das, was du aufschreibst, von dem unterscheidet, was dir während der Übung durch den Kopf ging. Bei den meisten ist es so. Notier ruhig beides — der Abstand zwischen beiden ist eine der aufschlussreichsten Beobachtungen dieser Wochen.
Bleib noch sitzen, wenn die Hände längst unten liegen, und nimm eine Frage mit: Was war nach dem Handlösen noch da? Antworte nicht sofort. Der Nachklang meldet sich selten gleich, häufiger eine halbe Stunde später, wenn du längst etwas anderes tust. Manchmal ist es Wärme, manchmal nur, dass es dir schwerer fällt, hektisch zu werden.
Nachspüren lässt sich nicht beschleunigen. Man kann ihm nur Zeit lassen und dabei still bleiben. Nimm deshalb mit, was heute nachgeklungen hat: wie der letzte Ton einer Klangschale, der noch im Raum steht. Man hält ihn nicht fest. Man hört ihn, solange er da ist, und lässt ihn gehen, wenn er geht. Was bleiben will, bleibt von allein, und was geht, war nicht wichtig genug.
Deine Antwort gehört in dein persönliches Reiki-Tagebuch. Es wächst mit jedem Tag mit und bleibt allein bei dir.
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