Das Energiezentrum im Unterbauch – Mitte des Körpers und der Praxis.
Hara bezeichnet im Japanischen den Unterbauch, etwa drei Finger unterhalb des Nabels. Es ist nicht nur eine Körperregion, sondern das energetische und spirituelle Zentrum: Hier sammelt sich Ki, hier ruht der innere Halt, hier entspringt das, was die Japaner „Bauchklarheit“ nennen. Wer aus dem Hara handelt, handelt gegründet und gelassen.
Der Hara-Begriff ist tief in der japanischen Kultur verankert – vom Aikido bis zur Teezeremonie, vom Zen bis zum Kabuki. In Indien entspricht ihm das Manipura-Chakra im weiteren Sinne; in China das Untere Dantian. Mikao Usui legte großen Wert auf das Atmen in den Hara als Grundlage jeder Energiearbeit.
In jeder Reiki-Sitzung lohnt es sich, kurz die Hand auf den Hara zu legen und drei bewusste Atemzüge dorthin zu schicken. Beim Stehen, Gehen, Sitzen – die Mitte aus dem Hara stabilisiert. Beim Hatsurei Ho und Joshin Kokyu Ho wird die Aufmerksamkeit ausdrücklich dort gesammelt.