Das Zusammenlegen der Hände vor dem Herzen als Geste der Sammlung und Dankbarkeit.
Gassho ist die schlichte Geste, bei der die Handflächen vor dem Herzen aneinandergelegt werden, die Fingerspitzen zeigen schräg nach oben. In dieser Haltung zentriert sich der Praktizierende, sammelt seine Aufmerksamkeit und tritt in einen respektvollen, offenen Zustand. Gassho öffnet jede Reiki-Sitzung und schließt sie auch wieder. Es ist zugleich Ankommen und Dankbarkeit.
Gassho ist tief im japanischen Buddhismus, im Shinto und in der Zen-Tradition verwurzelt. Mikao Usui übernahm die Geste als selbstverständlichen Beginn jeder Reiki-Praxis. In den fünf Grundsätzen (Gokai) wird Gassho als Haltung empfohlen, in der man die Prinzipien morgens und abends rezitiert.
Vor jeder Session sitzt man kurz in Gassho, schließt die Augen, atmet ruhig und richtet die Mittelfinger in Augenhöhe. Drei Minuten Gassho-Meditation reichen, um sich aus dem Alltag herauszuholen. Auch am Ende einer Sitzung kehrt man in Gassho zurück und dankt für die Energie, den Empfänger und den Augenblick.