Reinigungstechnik durch streifende Handbewegungen über den Körper.
Kenyoku ist eine kurze, kraftvolle Geste, mit der man energetisch „abstreift“, was nicht mehr gebraucht wird. Mit der rechten Hand streicht man diagonal von der linken Schulter bis zur rechten Hüfte, dann mit der linken Hand spiegelbildlich und nochmals von rechts. Anschließend streicht man von der Schulter über den Arm bis zur Hand – zuerst rechts, dann links, dann rechts.
Kenyoku stammt aus der Usui-Reiki-Ryoho-Gakkai-Tradition und ist Teil von Hatsurei Ho. Es wurde von Mikao Usui übernommen aus älteren japanischen Reinigungsritualen – die symbolische „trockene Wäsche“ findet sich auch im Shinto. Im westlichen Reiki tauchte die Übung erst spät wieder auf.
Vor einer Reiki-Sitzung, nach einem schweren Gespräch, nach öffentlichen Verkehrsmitteln oder einfach am Morgen: Kenyoku braucht 30 Sekunden und hinterlässt das Gefühl, „aufgeräumt“ zu sein. Beim Streichen ausatmen, dabei innerlich loslassen.