Die japanische Meditationstradition – Hintergrund vieler Reiki-Praktiken.
Zen ist die japanische Form des Mahayana-Buddhismus, die im 12. Jahrhundert nach Japan kam. Sie betont die direkte, wortlose Erfahrung der Wirklichkeit durch stilles Sitzen (Zazen), Aufmerksamkeit im Alltag und schlichte Lebensführung. Viele Elemente der Reiki-Praxis – Gassho, Stille, Achtsamkeit, das Schlichte vor dem Spektakulären – haben Zen-Wurzeln.
Mikao Usui war buddhistisch geprägt und stand vermutlich Tendai-Buddhismus nahe, war aber auch mit Zen vertraut. Seine 21-tägige Meditation auf dem Berg Kurama erinnert formal an Zen-Sesshin (intensive Meditations-Retreats). Auch die Ästhetik des traditionellen japanischen Reiki – wenige Worte, klare Räume – ist zen-nah.
Wer Reiki vertiefen möchte, kann von Zen-Übung lernen: täglich 10–20 Minuten stilles Sitzen, achtsam atmen, nicht bewerten. Diese Schulung verfeinert die Wahrnehmung erheblich und macht Reiki sensibler und ruhiger. Zen und Reiki widersprechen sich nie – sie verstärken einander.