Das Gesetz von Ursache und Wirkung – ein häufig im Reiki-Kontext genannter Begriff.
Karma bedeutet ursprünglich „Handlung“ oder „Tat“. Im hinduistischen und buddhistischen Verständnis bringt jede Handlung Folgen mit sich, die sich im eigenen Leben oder über mehrere Leben hinweg auswirken. Es ist kein Strafsystem, sondern ein neutrales Gesetz: Was wir säen, ernten wir. Im Reiki wird Karma manchmal als Erklärungsmodell für hartnäckige Themen oder familiäre Muster verwendet.
Der Karma-Begriff entstand vor über 3000 Jahren in den Veden Indiens und wurde im Buddhismus weiterentwickelt. Mikao Usui kannte die buddhistische Karma-Lehre gut. In der ursprünglichen japanischen Reiki-Lehre wird Karma jedoch eher zurückhaltend begleitet – der Fokus liegt auf der Gegenwart und der Selbstverantwortung im Hier und Jetzt.
Praktischer Umgang: Reiki kann helfen, alte Muster anzuschauen und ihnen zu begegnen – ohne Schuldzuweisung. Wer Reiki gibt oder empfängt, sollte aufpassen, das Karma-Konzept nicht zur Erklärung jedes Leidens zu missbrauchen. Mitgefühl und Demut sind wichtiger als spirituelle Theorien.